Licht und Ihre Veranstaltung: So gestalten Sie eine inspirierende Umgebung

Es gibt Räume, in die wir treten und sofort anders atmen. Ohne dass jemand spricht. Ohne dass etwas passiert. Es ist das Licht, das uns empfängt. Natürliches Licht wirkt auf eine Weise, die wir selten bewusst wahrnehmen, aber die unser Nervensystem sehr genau registriert.

Der Einfluss auf die kognitive Leistungsfähigkeit

In der Umweltpsychologie gilt Licht längst als einer der stärksten Faktoren für kognitive Leistungsfähigkeit. Helligkeit beeinflusst, wie wach wir sind, wie gut wir uns konzentrieren können und wie kreativ wir denken. Und doch verbringen viele Menschen ihre Workshops oder Meetings in Räumen, die dunkel, künstlich beleuchtet oder völlig fensterlos sind. Ein Widerspruch, der sich direkt in der Qualität der Zusammenarbeit zeigt.

Natürlicher Lichteinfall in unserem Penthouse im Design Thinking Space in Wien

Natürlicher Lichteinfall in unserem Penthouse im Design Thinking Space in Wien

Tageslicht vs. Künstliches Licht

Tageslicht ist kein dekoratives Plus, sondern ein psychologisches Fundament.

Wir erleben es körperlich:

  • Wir sind aufmerksamer.

  • Wir ermüden langsamer.

  • Wir werden emotional stabiler.

  • Unsere Gedanken fließen leichter.

In unserem Space ist Licht deshalb ein bewusst gestalteter Teil des Lern- und Denkprozesses. Große Fensterflächen sorgen für Offenheit, für Weite, für das, was im Design Thinking so entscheidend ist: mentale Beweglichkeit.

Neuere Chronobiologie-Studien zeigen, dass Menschen in Räumen mit viel Tageslicht bis zu 40% bessere Problemlöseleistungen erzielen, Und zwar selbst dann, wenn die Aufgaben schwerer werden. Der Körper richtet sich unbewusst am natürlichen Licht aus und schaltet von „Energie sparen“ auf „Energie verfügbar“.

Natürliches Licht erzeugt eine Form von innerer Ordnung. Es hilft uns, Reize einzuordnen und zwischen Wichtigem und Unwichtigem zu unterscheiden. Dunkle oder künstliche Räume dagegen führen oft zu einer subtilen Reizüberflutung: Das Gehirn arbeitet härter, um Orientierung zu finden. Teams merken das nicht sofort, aber sie fühlen es: durch mehr Müdigkeit, weniger Geduld, flachere Ideen.

So nutzen Sie Licht für bessere Ergebnisse

Licht schafft Resonanz:

  • Es macht Räume weiter.

  • Es macht Gedanken freier.

  • Es senkt die soziale Anspannung in Gruppen.

In Workshops beobachten wir häufig, wie Teilnehmende im Laufe des Tages „auftauen“, aber nicht wegen der Methoden, sondern weil ihr Körper im Licht ankommt.

Die Auswirkungen von Tageslicht auf die Wachheit und Konzentration

Arbeiten mit viel Tageslicht – selbst an bewölkten Tagen. Das Loft im Design Thinking Space Wien

In dunklen Räumen entstehen unbewusst Muster, die jede Zusammenarbeit bremsen:

  • Menschen werden passiver.

  • Diskussionen werden kürzer.

  • Mut sinkt, Ideen zu äußern.

  • Der Blick bleibt enger.

Tageslicht wirkt wie ein psychologischer Katalysator. Es liefert Energie, ohne zu fordern, und Sicherheit, ohne zu erklären. Teams denken offener, fragen mehr nach, und es entsteht jene Qualität von Vertrauen, für die Workshops eigentlich gebaut sind.

Wer Workshops moderiert, trifft mit Licht eine strategische Entscheidung. Denn Licht gestaltet:

  • Denkergebnis

  • Gruppendynamik

  • emotionale Offenheit

  • mentale Belastbarkeit

Viele technische Entscheidungen wirken im Vergleich klein. Licht wirkt immer – ob man darüber spricht oder nicht.

Deshalb ist unser Space so gestaltet, dass Licht nicht nur vorhanden ist, sondern wirkt: Es begleitet Denkprozesse, macht schwierige Diskussionen leichter und senkt die Schwelle für mutige Ideen.

Drei einfache Schritte für bessere Ergebnisse:

Drei einfache Schritte haben die größte Wirkung:

  • Tageslicht bewusst priorisieren: Achten Sie darauf, dass Teilnehmer:innen nicht mit dem Rücken zum Fenster sitzen oder geblendet werden, sondern das Tageslicht seitlich oder frontal nutzen können.

  • Bewegung ins Licht bringen: Verlegen Sie Ideenphasen dorthin, wo der Raum weit erscheint. Das Gehirn übernimmt diese Weite automatisch.

  • Licht als Übergangsritual nutzen: Vor schwierigen Themen oder Entscheidungsphasen gehen Sie bewusst ins Helle. Schon wenige Minuten verändern die Gesprächsqualität.

Licht ist kein Detail der Raumgestaltung. Es ist ein extrem wichtiger Mitspieler, der entscheidet, wie sehr Menschen sich öffnen und wie weit sie denken. In modernen Arbeitswelten, die von Komplexität und hoher mentaler Belastung geprägt sind, ist es ein unterschätzter Hebel. Tageslicht formt Räume. Aber viel wichtiger: Es formt Menschen.


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Ingrid Gerstbach
Ingrid Gerstbach ist Österreichs Expertin für Design Thinking. Sie berät Unternehmen bei der Einführung von Design Thinking und in der erfolgreichen Umsetzung von Projekten.
https://ingridgerstbach.com
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Unsere beschreibbaren Wände und wofür sie im Workshop wirklich genutzt werden

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Meeting oder Workshop? Warum der Unterschied entscheidend für den Erfolg ist und der Raum die Weiche stellt