Ein Trainer über Mut, Humor und warum man sich selbst hören muss, um besser zu werden.
In dieser Episode
In dieser Folge des Design Thinking Space Podcasts sprechen wir mit Hannes Lenz, Geschäftsführer von Comtrain und seit über 30 Jahren als Trainer, Berater und Organisationsentwickler unterwegs.
Hannes räumt auf mit dem Bild des distanzierten Seminarleiters. Stattdessen zeigt er, warum schwierige Gespräche – Kündigung, Mobbing, Konflikt – die Themen sind, die Führungskräfte am meisten beschäftigen, und wie man sie so übt, dass Humor und Ernsthaftigkeit zusammengehören. Wir sprechen über seinen Weg von der Langeweile in der Versicherungsabwicklung zur Selbstständigkeit, warum er den Beamer nur „wenn es sein muss“ nutzt und was ein gemeinsames Graffiti an einer Wiener Spraywand über Teams verrät. Vom ersten Auftrag 14 Tage vor Ablauf seines Jahresbudgets bis zur Frage, warum man sich selbst hören muss, um besser zu werden: Hannes erzählt ungeschliffen, persönlich und mit klaren Meinungen.
Das erwartet euch
- Warum schwierige Gespräche geübt werden müssen – und warum dabei trotzdem gelacht wird.
- Die Handy-Aufnahme als stärkstes Lernwerkzeug: „Manchmal sieht man sich da selber.“
- Das Graffiti-Team-Event: Warum ein bisschen Verbotenes Teams näher zusammenbringt.
- Warum Hannes den Beamer nur „wenn es sein muss“ nutzt – und was stattdessen funktioniert.
- Der Sprung in die Selbstständigkeit: Ein Jahr Kapital, ein erster Auftrag 14 Tage bevor das Geld weg war.
Zentrale Erkenntnis
Schwierige Gespräche gelingen besser, wenn man sie vorher übt, sich dabei aufnimmt und anhört, was man tatsächlich gesagt hat. Humor und Ernst schließen sich im Training nicht aus: Es braucht Phasen der Konzentration ebenso wie lockere Momente. Ein Raum, in dem sich das Setting leicht verändern lässt, hilft dabei mehr als digitale Medien.
Über Hannes Lenz
Hannes Lenz ist Geschäftsführer von Comtrain, einem Beratungs- und Trainingsunternehmen mit Sitz in Wien. Comtrain vereint Organisations- und Personalentwicklung, Coaching, Supervision, Psychotherapie und Training unter einem Dach – getragen von einem interdisziplinären Team aus Trainer:innen, Coaches, Supervisoren und Psychotherapeut:innen. Hannes selbst ist seit 1992 selbstständig und hat sich auf Führungskräfteentwicklung, Kommunikation und Change-Begleitung spezialisiert. Gemeinsam mit Junior-Geschäftsführer Dominik Van Bijnen-Lenz führt er das Unternehmen, das Organisationen bei Veränderungsprozessen, Teamentwicklung und Führungskräftecoaching begleitet. Er ist regelmäßiger Gast im Design Thinking Space. Mehr über ihn auf der Webseite von Comtrain und auf LinkedIn.
Für wen ist diese Folge relevant?
- Alle, die selbst Workshops oder Trainings leiten
- Alle, die vor schwierigen Gesprächen zurückschrecken
- Alle, die verstehen möchten, warum Menschlichkeit im Training mehr bewirkt als jede Methode
Weiterhören
- DTS02: Markus Platzer: Warum Wahrheit, Haltung und Raum über Führung entscheiden – Wir sprechen mit Markus Platzer über provokatives Coaching und darüber, warum Unklarheit Organisationen mehr schadet als unbequeme Wahrheiten. Dazu kommt, wie Orte vom Wohnzimmer bis zum Berg andere Gespräche ermöglichen.
- DTS04: Katja Bauer: Vom Bankjob zur Trainerin aus Leidenschaft – Wir sprechen mit Katja Bauer darüber, wie sie Teams vor dem Training mit strukturierten Gesprächen abholt und die Wirkung mit einem eigenen Online-Tool misst. Ihre Haltung: Tools wirken nur mit dem richtigen Mindset.
- DT720: Die stillen Elefanten im Raum – Wir zeigen, warum kollektives Schweigen über Tabuthemen Energie bindet und Projekte blockiert. Mit psychologischer Sicherheit, externer Moderation und Formaten wie Blamestorming lässt sich die unausgesprochene Regel verändern.
Über den Design Thinking Space
Kreativ, lebendig und flexibel im Setting: Wer wie Hannes Lenz Trainings, Workshops und Teamevents in einem Raum durchführen möchte, in dem man sich willkommen fühlt und gut arbeiten kann, kann den Design Thinking Space buchen. Mehr dazu
